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14zff manossucias kubota521| ZFF 2014 | COLOMBIA |

Die gefährliche Bootstour ab Buenaventura – Manos Sucias

— von Diego Bachmann Rubio ©PuntoLatino —


Dschungel, raues Meer, pure Natur und Wildnis, grosse Armut und die einzige Hoffnung: Drogenhandel und andere „krumme Geschäfte". Willkommen in der Realität von Buenaventura, Kolumbien!


Das Sozialdrama von Regisseur Josef Kubota Wladyka zeigt auf eine sehr subtile, ehrliche und mitreissende Art die Hoffnungslosigkeit der mehrheitlich schwarzen Bevölkerung im kolumbianischen Küstendorf Buenaventura. Die Hoffnungslosigkeit zeigt sich in der Not, den essentiellen Lebensunterhalt mit Drogengeschäften – mehrheitlich gefährliche Transporte auf Schnellbooten in Richtung Panama – bestreiten zu müssen.

 

 

Die spezielle Beziehung der beiden Protagonisten


Manos Sucias fasziniert, weil es keine klassischen Stereotype aus dem Drogenmilieu glorifiziert, sondern vielmehr die intensive Beziehung zweier junger Männer ins Zentrum der Geschichte setzt. Diese Beziehung wird während der gefährlichen Schmuggelfahrt stark auf die Probe gestellt, sind doch beide – der sehr junge Familienvater Delio und der ältere, erfahrene Jacobo – mit der aktuellen, persönlichen Sinn- und Hoffnungslosigkeit beschäftigt.


Die soeben dargestellte brüderliche Beziehung von Jacobo und Delio wird durch eine bewusst unruhige, den echten Bewegungen der Hauptdarsteller folgenden Kameraführung, dem Einsatz von möglichst viel natürlichen Lichtquellen sowie melancholischen, mitreissenden Musikeinschüben packend dargestellt.
Die Gespräche von Jacobo und Delio auf rauer See drehen sich um banale wie auch tiefgreifende (Männer-)Themen: Fussball, Hoffnung, Tod und Trauer, Frauen, Perspektiven, Angst, Hunger.

 

 

Persönliche Statements von Josef Kubota Wladyka


Nach dem Film hatten wir die Gelegenheit von Regisseur Josef Kubota Wladyka zu sprechen. Die Einblicke in die Entwicklung des Drehbuchs sowie die Umsetzung der Dreharbeiten vor Ort in Buenaventura gaben den Zuschauern einen zusätzlichen Einblick in das Denken und Arbeiten des noch jungen Regisseurs.


Wladyka wollte ganz bewusst vor Ort in Buenaventura mit lokalen Schauspielern drehen. So konnte er die Bevölkerung von Buenaventura von Anfang an in das Filmprojekt integrieren. Die Hauptdarsteller – Jacobo und Delio- wurden auch vor Ort in Buenaventura gecastet und erwiesen sich auch als starke Inspirationsquelle für die Finalisierung des Drehbuches. Auch für den Aspekt Sicherheit war der offene Austausch und die Einbindung der lokalen Bevölkerung von grosser Bedeutung, so gab die Filmcrew vor dem Filmdreh bzw. während des Sets offene Workshops wo die Grundlagen für die eigene Aufnahme eines kleinen Films vermittelt wurden.

 

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