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| NOTAS CINE | ZFF 2016 | MEXICO |

Das Leben der Prostituierten in einem der gefährlichsten Viertel von Mexico City

— von Marie Tuil, PuntoLatino-Redakteurin

„New World View“ heisst die Sektion, in der der Film „Plaza de Soledad“ beim Zürcher Film Festival läuft. Und tatsächlich eröffnet der Film dem Zuschauer einen unfassbar nahen Blick in eine fremde Welt: Die Regisseurin Maya Goded zerrt uns hinein in das Leben der Prostituierten in einem der gefährlichsten Viertel von Mexico City.

Sie hat die Frauen mehr als zwanzig Jahre als Fotografin begleitet – und diese langjährige Beziehung spürt man in jeder Sekunde des Films. Geschichten wie diese erzählt man nicht jedem dahergelaufenen Dokumentarfilmer. Mit entwaffnender Ehrlichkeit teilen die Frauen ihre grausamen Erinnerungen von Missbrauch, von Vergewaltigungen und den seelischen Verletzungen – die sie teilweise erst in die Prostitution gezwungen haben. Weil die Gesellschaft allzu oft jene bestraft, die am wenigsten dafür können.

Die Frauen von der „Plaza de Soledad“ lassen uns aber auch teilhaben an ihren Zukunftsträumen, an der (lesbischen) Liebe die sie verbindet, an ihrem Glauben und ihren Höhepunkten. Die grossen Themen des Lebens – in diesem Film werden sie wie Sonnenstrahlen durch eine Lupe zu einem einzigen schmerzhaften Punkt gebündelt. Unbedingt sehen!

 

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