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Stunde der Wahrheit für Kubas Wirtschaftssystem (NZZ)

— Richard Bauer, NZZ, 25.10.13., S. 21 — 

geo cuba486Die Zusammenlegung der beiden in Kuba zirkulierenden Währungen, des billigen Peso und des teuren CUC, ist die Mutter aller Wirtschaftsreformen, die von der Regierung Raúl Castro in Richtung kapitalistische Marktwirtschaft angestossen wird. Immer wieder angekündigt, ist auch heute noch nicht klar, wann und unter welchen Bedingungen die Fusion tatsächlich stattfinden wird. Dass man die Öffentlichkeit nur tröpfchenweise über den Zeitplan informiert, lässt erahnen, wie schwer sich die Reformer im Palast der Revolution in Havanna tun. Denn was mit der Währungsreform ins Haus steht, ist ein eigentliches Erdbeben mit ungewissem wirtschaftlichem Ausgang und erheblichem gesellschaftspolitischem Zündstoff. Geht die Übung schief, muss die Führungselite ernsthaft um ihren Machtanspruch bangen.

Angst vor überstürzten Reformen
Wie bei anderen Anpassungen der jüngsten Zeit, allen voran der zögerlichen Zulassung kleiner Gewerbebetriebe in ausgewählten Wirtschaftssektoren oder der Vermietung von Zimmern an Touristen, wählt Havanna auch diesmal den Weg der graduellen Anpassung statt eines Big Bang ... | NZZ © Weiterlesen ... 


 

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