jazzfestival basel 2019

| CONCIERTOS JUNIO 2019 | TANGO | BASILEA |

Orquesta Típica «El Afronte» / Parisien & Peirani

Noche de Tango

— 05.06.2019, 20h15, Martinskirche BASEL

Orquesta Típica «El Afronte»
Lucas Cáceres, Laura Regis, Agustín Volpi (Geige)
Tomás Pereyra Lucena (Cello)
Mariano Bustos (Kontrabass)
Eugenio Soria, Marcos Longobardi, Pablo Ciliberto (Bandoneon)
Lucas Tamburini (Piano)
Marco Bellini / Gesang

afronte tango560x315

Das Zusammentreffen des argentinischen Orquesta Típica »El Afronte« mit dem Saxofonist Emile Parisien und dem Akkordeonist Vincent Peirani im Rahmen der «Tango Night» in der Reihe „Jazz at Berlin Philharmonic“ dürfte eine musikalische Begegnung werden, wie man sie in Europa nur selten erleben kann. Jazz trifft Tango, zwei Musikformen, die nur scheinbar weit voneinander entfernt liegen. Denn: beide entstanden vor gut 100 Jahren, beide vereinen Einflüsse afrikanischer Musik und ultimativ des „Blues“ mit der Musik ihrer „Geburtsländer“. Beide sind stets in Bewegung. Und beide verbinden maximalen Ausdruck mit großer musikalischer Fertigkeit.

Dass man nun im Rahmen der „Tango Night“ das 10-köpfige, aus Buenos Aires stammende Tango-Orchester «El Afronte» in Europa erleben kann, gleicht einer kleinen Sensation. Im Jahr 2004 gegründet zählt es zu den wichtigsten und, mit über 200 Konzerten pro Jahr, gefragtesten Ensembles seiner Art. Die Musiker des Orchesters bilden den Kern der, mit nun schon über zehn Jahren, längsten durchgängig stattfindenden „Milonga“ Argentiniens. Vergleichbar sind die „Milongas“ mit den Jamsessions im Jazz. Sie bieten einen welt- und stiloffenen Rahmen für Begegnungen von Musikern, Tänzern, Lyrikern und anderen Performern. In Argentinien entstammen sie der Tango-Tradition, entwickelten sich aber in den 90er Jahren zu Epizentren des musikalischen Austausches weit über Genregrenzen hinweg und waren unter Anderem Keimzellen für die argentinische und lateinamerikanische Metal- und Punkrock-Szene. »El Afronte« beherrscht alle Ausdrucksformen des Tangos. Dabei legen die Musiker Wert darauf, nicht in der Nostalgie vergangener Jahrzehnte zu schwelgen, sondern auch neue Entwicklungen zu berücksichtigen. Die Tradition des Tangos, transportiert ins Hier und Jetzt. Mit einem durchaus klassischen, akustischen Sound und den typischen tänzerischen Elementen, aber eben nicht mit einem klassischen Repertoire, sondern mit Eigenkompositionen, die allesamt aus dem 21. Jahrhundert stammen. Gelebte, lebendige Tradition eben.
Erstmals trifft «El Afronte», das sich immer wieder Gästen und Kollaborationen öffnet, auf Vincent Peirani und Emile Parisien, die beiden aktuell meistbeachteten Jazzmusiker ihres Heimatlandes Frankreich. Peirani und Parisien sind Brüder im Geiste. Und beide sind ohne Frage stilbildende Vertreter ihres Instrumentes. Auf hunderten Konzerten und Aufnahmen im Duo beeindrucken sie mit einer schier unerschöpflichen musikalischen Bandbreite. Diese reicht vom Swing und der Seele eines Sidney Bechet und der immer subtil mitschwingenden französischen Jazztradition bis zu und einem modernen Musikverständnis, in dem „Jazz“ bestenfalls die Schublade für alles ist, das sonst in keine Schublade passt. Und auch als Solokünstler zeigen sie mit jedem neuen Projekt immer wieder neue Seiten ihrer Künstlerpersönlichkeiten. So legte Emile Parisien Anfang 2019 sein vielbeachtetes Quartettalbum „Double Screening“ vor – ein hochvirtuoser, halsbrecherischer, musikalischer Kommentar auf die Datenflut unserer Zeit. Und Vincent Peirani stellt das Akkordeon auf „Living Being II – Night Walker“ in einen bisher ungehörten Jazz-Rock-Kontext, von zarten, leisen Seiten bis zu Bearbeitungen der Musik von Led Zeppelin.

Die Tango Night schließt sich der Kreis zwischen dem Tango, der seit 120 Jahren Zuhörer und Musiker auf der ganzen Welt mit seiner Kraft, Emotion und Tiefe fasziniert. Und dem Jazz, der sich in derselben Zeit von einer ureigen amerikanischen Kunstform zu einer Kontinente und Genres umspannenden musikalischen Sprache geworden ist. Fusion? Crossover? Weltmusik? Sicher nicht. Sondern vielmehr eine Begegnung von Verwandten im Geiste, auf der beständigen Suche nach neuen musikalischen Abenteuern.

| offbeat | el afronte |

 

jazzfestival basel 2019

tomatito b560x150

| CONCIERTOS MAYO 2019 | ESPAÑA | BASILEA |

Flamenco Gala - Tomatito y Grupo

— 04.05.2019, 20h15, Musical Theater BASEL

Tomatito (guitar)
José del Tomate (guitar)
Kiki Cortinas (voc) Mari Angeles (voc)
El Pirana (percussion)
El Torombo (dance)

Es ist genau elf Jahre her, seit der grosse Flamenco-Gitarrist (zusammen mit Michel Camilo) im Basler Stadtcasino eines seiner ausdrucksstarken und pulsierenden Konzerte gab. Im Mai 2019 kommt der Maestro der akustischen Gitarre, der seit dem Tod von Paco de Lucía zum wichtigsten Vertreter der Flamenco Gitarre avanciert ist, mit seinem spanischen Sextett nach Basel.

Der in Almeria am 20.8.1958 geborene Gitarrrenvirtuose Tomatito stammt aus einer andalusischen Musikerfamilie. Schon in jungen Jahren war ihm vergönnt, mit den Legenden der Flameco-Szene, Pansequito, Morientes und Camarón zu spielen. Seit über 15 Jahren ist Tomatito in Spanien der musikalische Erbe Camaróns und wurde in dieser Zeit neben Paco de Lucía zum Megastar in Spanien. Als einer der wenigen schaffte er auch Fusion-Projekte mit den namhaften Jazzgitarristen wie Pat Metheny, Larry Coryell, Biréli Lagrène, den Pianisten Chick Corea und Michel Camilo und der Sängerin Neneh Cherry. In neuester Zeit wurde er weltweit auch als Filmmusiker und Filmmusik-Komponist bekannt. Nach Basel kam Tomatito mit dem neuesten Flamenco-Projekt (Universal Music), zusammen mit Camilo, das auch Latinjazz-Einflüsse verarbeitete.

Tomatito ist der Inbegriff des Flamenco Nuevo und er verspricht immer Auftritte von höchstem Format. Weltweit erntet er dafür Anerkennung, in den grossen Konzerthäusern wie der Carnegie Hall oder der Royal Albert Hall bis hin zu den renommierten Festivals wie Montreux oder North Sea Jazz. Das musikalische Vokabular der verschiedenen Spielarten des Flamenco hat Tomatito massgeblich um Einflüsse aus Jazz, Rock, Blues, Bossa Nova und anderen Quellen faszinierend erweitert und so dem Flamenco seit den achtziger Jahren zu neuem Schwung verholfen. Als Meilenstein seiner technischen Virtuosität und seines Einfallsreichtums gilt sein Solo-Album «Barrionegro» von 1991. Das Ergebnis: Flamenco vom Feinsten, tief in der Tradition verwurzelt und höchst modern zugleich! Tomatito, zu deutsch das Tomätchen, stammt aus Almeria, aus einer Dynastie von Flamenco-Gitarristen. Schon sein Großvater und sein Vater, beide El Tomate genannt, waren bekannte Musiker. Tomatito ist seit über 30 Jahren als Solokünstler, Ensemblemusiker und Komponist von Filmmusik erfolgreich.

Am 4.5.19 hören und sehen wir ihn zum ersten Mal in Basel mit seinem neuen Sextett: Eine Mischung aus feurigem Flamenco mit einem begnadeten Tänzer und vier weiteren grossartigen Musikern aus Andalusien und alles gepaart auch mit Latinmusic-Einflüssen. Viva Flamenco, viva España!

| offbeat

jazzfestival basel 2019

branco cristina560x320

| CONCIERTOS MAYO 2019 | ESPAÑA | BASILEA |

Cristina Branco Quinteto

— 08.05.2019, 20h15, Volkshaus BASEL

Cristina Branco (Stimme)
Luís Figuereido (Klavier)
Bernardo Couto (Portugiesische Gitarre)
Bernardo Moreira (Kontrabass)

Cristina Branco gilt als eine der schönsten Stimmen des Fado, der portugiesischen Nationalmusik, deren heutiges Gesicht sie mitgeprägt hat. Melancholie, menschliche Leidprüfungen und die letztliche Ohnmacht des Menschen gegenüber seinem Schicksal – die bevorzugten Themen der Portugiesin gehören zur Quintessenz des traditionellen Fado. Branco ist aber auch eine der herausragenden Vertreterinnen des sogenannten ‹Neuen Fado›, der der das herkömmliche Instrumentarium um zusätzliche Instrumente wie Akkordeon, Violine und Klavier erweitert. Mit Cristina Branco ist der Fado ganz im Hier und Heute angekommen. Unbekümmert hat sie stets verkündet, dass Fado auch voller Freude sei.

Alegria
«When a memory repeatedly assails us, we often need to find the reason why. Fado Tango could be seen as being composed of memories or journeys or flashbacks.

I have an old record-player, LPs by Gardel, I have Buenos Aires and Paris and Lisbon in my heart,
I have Amália in an old photograph taken in Rio de Janeiro in 1945,
I have the Fado and the Tango, I have the terrible sadness of ‘Invitation to the Journey’ (Baudelaire said that he suffered from a horror of the domestic).
I have the guitar, the piano, the double bass… the bandoneon.

In the music, fingers entwine like legs that dance long into the night. Some say the Fado was once a dance. The Fado is like the Tango, the music of those who are poor or mad, but who have large souls!

I keep thinking about the red flower in Amália’s jet-black hair… the Milonga or a Bolero, or even the Tango criollo.
The partial outline of a bandoneon beside that young woman sitting on the pavement in La Boca in Buenos Aires, her large, green eyes, the smile of a pubescent Gioconda, or memories of Paris, of helpless, furtive emigrants, swathed in a sensual mystery, would that be a Fado or a Tango or a Fado Tango?

It could be the voyage on one of those vast transatlantic liners crammed with people from every class and every type, it could be an old boat moored on one side or the other of the Atlantic, you could go even further and imagine that There’s more to Paris than tangos is the journey itself from Buenos Aires to Lisbon to Paris. Anything can happen en route from poverty to luxury. There’s despair, a long list of misfortunes, love stories, and, above all, there is saudade, that untranslatable word full of such large and noble feelings.
This, I believe, is the whole of me!
Once again, the music is crisscrossed by various languages and written by various wonderful writers, for whom I feel enormous and inexpressible respect, admiration and gratitude.

| offbeat

jazzfestival basel 2019

| CONCIERTOS MAYO 2019 | ESPAÑA | BASILEA |

garciapons c250NES Trio: Dorantes & Renaud García-Fons «Paseo a dos»

— 11.05.2019, 20h00, Dorfkirche Riehen

Nesrine Belmokh (voice & cello)
Matthieu Saglio (cello)
David Gadea (percussion)

Drei Sprachen. Drei Instrumente. Drei Künstler – Eine musikalische Einheit. NES lässt sich nicht verorten: Musik zwischen traditioneller Arabischer Musik, World, Jazz und Pop. Diese Band kennt keine Schubladen oder Sprachgrenzen. Songs voller Anmut und Emotionalität, geboren in der Sonne des kulturellen Schmelztiegels Valencia.

NES, das sind der aus Valencia stammende Perkussionist David Gadea, Matthieu Saglio, der «Cellist der tausend Klangfarben» (Jerez Texas, Cello Solo, Diouke), und Nesrine Belmokh. Die Sängerin und Cellistin ist Mitglied des Palau de les Arts Orchesters und war Künstlerin des Cirque du Soleil.

Die drei Musiker trafen sich 2015 im lebhaften Russafa und sofort wurde deutlich, dass hier etwas Magisches zustande gekommen war. NES lassen die Grenzen zwischen unterschiedlichen Stilen und Sprachen zerfliessen, wodurch Stücke mit explosiver Expressivität, voller Tiefe und Intimität entstehen.

An inventive trio switching effortlessly from Arab-Andalusian styles to blues and chanson. / World-music album of the month. The Guardian

Nesrine Belmokh is an incandescent, multilingual talent and „Ahlam“ one of the albums of the year. The London Times

Das Debütalbum „Ahlam“ wird für Aufsehen sorgen. „Ahlam“ bedeutet „Traum“ und mit der CD haben sich NES nicht nur einen Traum erfüllt – sie klingen auch noch traumhaft. Jazzthetik

‘Ahlam‘ ist eine musikalische Integration anmutiger und absolut zauberhafter Songs, die europäische und arabische Musik vereinen. Weltmusik auf höchstem Niveau, die treffsicher das Gefühlszentrum der Hörerin/des Hörers erreichen wird. Der Kulturblog

Dorantes & Renaud Garcia-Fons «Paseo a dos»
Renaud Garcia-Fons (bass)
Dorantes (piano)

Renaud Garcia-Fons wurde 1962 in der Nähe von Paris geboren, die Eltern stammen aus der Region Katalonien im Nordosten von Spanien. Er erlernte bereits im Alter von fünf Jahren Klavier und klassische Gitarre. Als junger Mann studierte er Kontrabass am Pariser Konservatorium für Musik. Als Mitglied des Orchestre des Contrebasses und später des Orchestre National de Jazz unter der Regie von Claude Barthélémy wurde sein Wissen über Jazz und Improvisation vertieft. Es gibt mehrere Quellen für seine musikalische Inspiration: Garcia-Fons fühlt sich der Flamenco Tradition nahe, die er für den Kontrabass umgesetzt hat, ebenso wie der Musik des Mittelmeers und des Orients. Zum ersten Mal kommt der grosse Bass-Virtuose 2019 zu einem Duokonzert mit dem Flamenco-Pianisten und Maestro aus Sevilla, Dorantes.

| offbeat

jazzfestival basel 2019

| CONCIERTOS MAYO 2019 | COLOMBIA | BASILEA |

Edmar Castañeda

& Enrico Pieranunzi & Seamus Blake

— 20.05.2019, 20h, Martinskirche BASEL

Edmar Castaneda (solo harp)

castaneda edmar560x418

Edmar Castaneda, 1978 in Bogotá, Kolumbien geboren, spielt ein für den Jazz sehr aussergewöhnliches Instrument: die Harfe. Sein feinfühliges Spiel ist von grossartiger Energie geprägt, und wer Edmar Castaneda auf der Bühne erlebt, sieht ihn quasi mit seinem Instrument tanzen und verschmelzen. Der legendäre Paquito D›Rivera betont: «Edmar ist… ein großartiges Talent, er hat die Vielfältigkeit und eine bezaubernde Ausstrahlung eines Musikers, der seine Harfe aus dem Schatten nahm, um einer der originellsten Musiker von Big Apple zu werden.» Weltweit bekannt machte ihn die Zusammenarbeit mit Hiromi, mit Wynton Marsalis & the Jazz at Lincoln Center Orchestra, John Scofield, Marcus Miller, John Patitucci, Chico O›Farrill›s Afro-Cuban Jazz Big Band. Eine magische Premiere erwartet das Basler Publikum!

| offbeat | e. castañeda |

 

Directorio

Clientes

Partners

REDES SOCIALES

Facebook Grupo

Facebook Página
X

Copyright

It is forbidden to copy any content of this website!