19liliane daniel400x646| RINCON DIPLOMATICO PARAGUAY |

Consulado Honorario del Paraguay en Basilea

El 10 de mayo 2019 se inauguró el Consulado Honorario del Paraguay en Basilea, cuyo titular es el abogado Daniel Ordás. Daniel Ordás es jurista formado en la Universidad de Basilea.

Una nutrida concurrencia con autoridades suizas de nivel nacional, cantonal y comunal se dio cita en el nuevo Consulado; destacamos la presencia de Elisabeth Schneider-Schneiter, presidenta de la Comisión de asuntos exteriores del parlamento helvético. Asimismo estuvo la Embajadora del Paraguay, el Cónsul Honorario de México y representantes de diferentes organizaciones. Personas de las comunidades paraguaya, latinoamericana y española arroparon a Daniel Ordás en este comienzo que se avizora prometedor y lleno de actividades.

Pasados los discursos, nos trasladamos a la inaguración de un monumento con un lado suizo y otro lado paraguayo. En el lado paraguayo inauguraron el monumento la Embajadora del Paraguay, Liliane Lebron de Wenger, el flamenco Cónsul Daniel Ordás y el joven jugador de fútbol Blas Riveros, Blas (20) es defensor del Fussballclub Basel. En el lado suizo fue inaugurado por autoridades suizas de niveles nacional, cantonal y comunal.

Finalmente se izó la bandera paraguaya entonando el himno nacional de ese país. Una recepción fue ofrecida para cerrar el acto. «Asados Benitez» llegó desde Asunción para encargarse de una magnífico ágape: asado paraguayo, sopa (sólida), fritos de mandioca, yuca, etc.

El Consulado honorario sostiene la organización Paradise Partner Paraguay (PPP) -www.paraguay-schweiz.ch-, que tiene como fin ayudar a las familias afectadas por las inundaciones.

A continuación reproducimos el discurso del flamante Cónsul honorario Daniel Ordás, quien en la primera fotografía aparece con la Embajadora del Paraguay en Suiza, Liliane Lebron de Wenger.

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Blas Riveros el defensor del FC Basel, al centro de la comitiva y rodeado por la Nationalrätin Elisabeth Schneider, la Embajadora Liliane Lebron, el Regierungsrat Thomas Weber y el flamente Cónsul honorario Daniel Ordás.

 

Sehr geehrte Damen und Herren Mitglieder des Bundesparlaments
Sehr geehrte Herren Regierungsräte
Sehr geehrte Damen und Herren Mitglieder des Landrats und des Grossen Rates
Sehr geehrte Damen und Herren Vertreter der Gerichte von Baselland und Basel-Stadt
Sehr geehrter Herr Gemeindepräsident von Pratteln
Sehr geehrter Herr Gemeindeammann von Vordemwald
Ihre Exzellenz Herr Botschafter Pfirter
Ihre Exzellenz Frau Botschafterin Lebron
Illustrer Herr Villapadierna Direktor des Cervantes Instituts
Illustre Kollegen des Corps Consulaire de Bâle
Sehr geehrte Gäste aus der Schweiz, Deutschland, Österreich, Spanien und Paraguay.
Queridos amigos!

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Los invitados acogieron con mucha simpatía la presencia de Blas Riveros, joven jugador paraguayo, defensor del FC Basel


Ich hoffe, dass ich mit der Reihenfolge der Begrüssung nicht schon die erste diplomatische Krise ausgelöst habe und dass sich alle herzlich begrüsst und willkommen fühlen.

Schon als kleines Kind träumte ich davon einmal Fussballspieler beim FCBasel, Astronaut bei der NASA oder Honorarkonsul von Paraguay zu werden. Aufgrund meiner Postur war der Schritt zum Honorarkonsul naheliegend. Doch dies ist nur die offizielle Version. In Tat und Wahrheit ist es einer Verknüpfung von glücklichen Zufällen und überraschenden Umständen zu verdanken, dass ich hier heute mit Ihnen das Honorarkonsulat der Republik Paraguay in der Deutschschweiz eröffnen darf. Meine Beziehungen zu Lateinamerika im Allgemeinen und zu Paraguay im Besonderen entwickelten sich im Verlaufe meiner bald 20-jähringen Tätigkeit als Rechtsanwalt aufgrund meiner spanischen Wurzeln. Von Anfang an durfte ich regelmässig spanischsprachige Klienten betreuen, was mehr oder weniger zufällig dazu führte, dass ein paar offensichtlich zufriedene paraguayische Unternehmer alle Hebel in Bewegung setzen, damit ich künftig nicht nur Ihre, sondern auch die Interessen ihres Landes in der Schweiz vertreten darf.

Begleiten Sie mich im Kopf nun auf eine kurzer Reise: Stellen Sie sich ein kleines Binnenland vor, das umgeben ist von grossen und wichtigen Nachbarn, die sich manchmal sogar für grösser und wichtiger halten, als sie wirklich sind. Stellen Sie sich vor, dass dieses kleine Binnenland naturgemäss weit weg vom Meer liegt, jedoch von den grössten Strömen seines Kontinents durchflossen wird. Stellen Sie sich vor, die 8 Millionen Einwohner dieses Landes führen ein angenehmes und unscheinbares Leben am Rande der grossen Weltpolitik und kümmern sich in erster Linie um ihre eigenen Angelegenheiten. Stellen Sie sich vor, dieses Volk unterhält sich in verschiedenen Amtssprachen. Stellen Sie sich vor, dises Land wird ständig mit einem anderen Land auf demselben Kontinent verwechselt, nur weil es in fremden Ohren ähnlich klingt. Stellen Sie sich vor, dieses Land sei für seine Kühe bekannt. Wenn die Kühe vor Ihrem geistigen Auge, hornlos sind, dann haben sie sich die Schweiz vorgestellt. Sollten die Kühe in ihrem Kopf aber Hörner haben, dann waren Sie in Paraguay.
Wie sie sehen meine Damen und Herren gibt es überraschend viele Parallelen zwischen unserer Heimat und dem fernen Paraguay, das seit dem 19. Jahrhundert manchem Schweizer zur Heimat wurde. Sie mögen sich gewundert haben, dass ich in meiner Begrüssung den Gemeindeammann von Vordemwald gesondert erwähnt habe.

Dies hat aber einen triftigen Grund. Aus dem aargauischen Vordemwald stammte die Familie von Eduard Schaerer (BILD), der einer der beiden Schweizer Präsidenten der Republik Paraguay war. Er regierte das Land von 1912 bis 1916. Der zweite helvetische Präsident der Republik Paraguay war Jose Patricio Guggiari, der von 1928 bis 1932 die Geschicke des Landes führte (BILD). Unschwer zu erkennen ist, dass seine Wurzeln im Tessin lagen. Ebenfalls ein Tessiner war Mose Bertoni, der Ende des 19. Jahrhunderts über Argentinien nach Paraguay emigrierte (BILD), wo er zum bedeutendsten Naturwissenschaftler des Landes avancierte und bis heute hochachtungsvoll unter dem Namen „El Sabio Bertoni“ (Der weise Bertoni) bekannt ist. Bertoni forschte nicht nur, sondern war auch Gründer von mehreren Ortschaften, die bis heute noch bestehen. Städtegründer und Pionier war auch der Vordemwalder Jakob Schaerer, der Vater des Vorgenannten Präsidenten (BILD). Auch er wanderte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach Paraguay aus. Eine kleine Ironie der Geschichte besteht darin, dass sein Sohn, der spätere Präsident Eduardo Schaerer, in Caazapa in Paraguay geboren wurde, der Name dieser Stadt heisst auf Guarani also in der zweiten Landessprache zufälligerweise „Hinterdemwald“.

Es gibt aber nicht nur berühmte Schweizer in Paraguay, sondern auch berühmte Paraguayos in der Schweiz. Gerade Basel steht unter dem besonderen Schutz eines Paraguayers, der Verteidiger von Basel ist kein geringerer als Blas Riveros (BILD) vom FC Basel, der heute unser Gast ist und uns in Begleitung des CEO des FCB Roland Heri beehrt.

Aber nicht nur die Geschichte und berühmte Persönlichkeiten verbinden unsere beiden Länder (BILD). Seit der Rückkehr zur Demokratie bemüht sich Paraguay seine Präsenz in der internationalen Staatengemeinschaft und dem allgemeinen Wirtschaftsleben zu verstärken und setzt dabei unter anderem auch auf seine weit zurück reichenden Beziehungen zur Schweiz. Paraguay erlebte im vergangenen Jahrzehnt ein bewundernswertes Wirtschaftswachstum und ist somit manchem Investor in Europa ins Auge gesprungen. Gerade durch seine Mitgliedschaft und prägende Rolle in der Südamerikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Mercosur (BILD) hat sich Paraguay für viele deutsche und Schweizerische Unternehmen zu einem idealen Brückenpfeiler in Lateinamerika entwickelt. Insbesondere auch weil viele deutschsprachige Auswanderer in Paraguay als Verbindung dienen, besonders zu erwähnen ist die Mennonitische Gemeinschaft, die den Chaco besiedelt und deren Repräsentanten wir heute unter unseren Gästen begrüssen. Mancher Unternehmer erschliesst die Märkte von Brasilien und Argentinien von Paraguay aus und kommt damit in den Genuss eines liberalen und verhältnismässig unbürokratischen Systems, welches durch seine Maquilagesetzgebung und seine attraktiven Steuern, aber vor allem auch durch seine im regionalen Vergleich wohltuende politische Stabilität überzeugt (BILD). Die Maquilagesetzgebung erlaubt es ausländischen Unternehmungen einen Teil Ihrer Endproduktion nach Paraguay auszulagern und bei einer lokalen Werterschöpfung von mindestens 40 % ihre Güter als paraguayische Produkte mit den damit verbundenen Vorzügen des Binnenmarkts im Ganzen Mercosur zu vertreiben. Ja, meine Damen und Herren, um in Rio, Santiago oder Buenos Aires zu verkaufen, kann es ein Vorteil sein, wenn auf ihrem Produkt „Hecho en Paraguay“ statt „Made in Switzerland“ steht. Auch als Investitionsland in die noch relativ günstige Immobilienbranche und in kleine und mittlere aufstrebende lokale Unternehmungen, muss Paraguay künftig auf Ihrem Radar erscheinen. Nicht zuletzt durften wir uns in den vergangen Jahren wieder über das Interesse an Paraguay als Auswanderungsziel und Tourismusdestination erfreuen (BILD). Leider stand dieser erfreulichen Entwicklung, die etwas überraschende Schliessung der Botschaft der Eidgenossenschaft in Asunción vor 3 Jahren entgegen. Nach über 130 Jahren diplomatischen Beziehungen, musste 2016 der Schweizer Botschafter Pfirter, der uns heute hier mit seiner Anwesen beehrt, die Schweizer Flagge an unserer Botschaft in Asunción zum letzten Mal einholen. Seither wird Paraguay für konsularische Angelegenheiten von Buenos Aires in Argentinien und für Botschaftsangelegenheit von Montevideo in Uruguay aus mitbetreut. Vor Ort leistet mein Amtskollege der Schweizer Honorarkonsul in Asunción Santiago Llano grosse Dienste für die dortigen Auslandschweizer und Schweizer Unternehmen, was aber das Fehlen einer Botschaft nicht zu kompensieren vermag. Anders als zu erwarten gewesen wäre, reagierte die Republik Paraguay aber nicht eingeschnappt mit der reziproken Schliessung der paraguayischen Botschaft in Bern, sondern erhöhte ihr Engagement in der Schweiz mit insgesamt 3 Ministerbesuchen in den vergangenen 18 Monaten, der Teilnahme des Präsidenten Mario Abdo Benitez am Weltwirtschaftsforum sowie mit der Einladung an den damaligen Bundesrat Johann Schneider-Ammann der Asunción im vergangen Jahr besuchte. Nicht zuletzt ist auch die heutige Eröffnung eines neuen Honorarkonsulats ein Bekenntnis Paraguays zur Partnerschaft mit der Schweiz.

Im Anschluss an meine Ansprache bitte ich Sie uns zum Konsulatsgebäude zu begleiten, wo die Botschafterin mit Blas Riveros ein kleines Denkmal für die paraguayisch-schweizerische Freundschaft einweihen wird, bevor wir danach mit dem Hissen der paraguayischen Flagge auf der gegenüberliegende Seite des Gebäudes den formellen Teil der heutigen Veranstaltung abschliessen und zum gemütlichen Asado übergehen.

Ich möchte es aber nicht unterlassen mich erneut bei Ihnen allen für Ihr Erscheinen zu bedanken, insbesondere natürlich bei den illustren Rednern, die diesem Konsulat, der Botschaftund der Republik heute die Ehre erwiesen haben, bei allen Angestellten der Advokatur und Rechtsberatung TRIAS AG der Green Coast, von advolaw und advocenter, welche mein nebenamtliches Engagement der letzten Monate ertragen mussten. Ich danke auch den Mitarbeitern der Baufirma VIVA GS, die in rekordverdächtiger Zeit dem Konsulat einen neuen Anstrich verpasst haben, sowie den Grillmeistern von Asado Benitez, die extra aus Paraguay angereist sind, um Sie heute mit Köstlichkeiten des Landes zu verwöhnen. Dank und Entschuldigung gebührt auch meiner Familie, die darunter zu leiden hatte, dass meine Rolle als Vater, Ehemann und Sohn bisweilen mit der Konsulrolle in Zeitkonflikte geriet. Ein letzter Dank gebührt meinem Büropartner Roman Hänggi, der den ganzen Prozess mit Geld, Leib und Seele unterstützt und vorangetrieben hat und saudummerweise gerade heute von seiner Frau zu einem von langer Hand geplanten Überraschungskurzurlaub ins Tessin entführt wurde. Es ist heute tatsächlich sein Geburtstag. Roman Hänggi ist nicht nur mein Partner und Weggefährte in der Advokatur, sondern auch der Spiritus Rector der Stiftung Paradise Partner Paraguay PPP, welche wir hier in der Schweiz mit dem heute anwesenden Rene Depmer zur Förderung sozialer Projekte in Paraguay gegründet haben. Die Stiftung konnte schon wenige Tage nach ihrer Gründung, Gutes tun und musste relativ improvisiert auf die schwersten Überschwemmungen der letzten 50 Jahre reagieren (BILD 2x). Es ist uns aber erfreulicherweise gelungen über 5 Tonnen Lebensmittel (BILD) an verschiedene indigene Gemeinschaften (BILD), sowie an ein Waisenheim (BILD) im Chaco auszuliefern (BILD). Mit dem dezenten Hinweis auf die allgegenwärtigen Einzahlungsscheine (BILD süsser Junge) der Stiftung im Eingangsbereich und im Kosnulargebäude, entlasse ich Sie nun aus dem Redereigen und wünsche Ihnen einen (BILD) angenehmen Nachmittag. Muchas gracias y buenas tardes, Aguiye, ta pende kaarú!

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Monumento suizo-paraguayo en el Consulado Honorario. Inauguran la Embajadora, el embajador deportivo y el Cónsul honorario.

 

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El Cónsul honorario Daniel Ordás, los expertos de «Asados Benítez» y Luis Vélez Serrano de PuntoLatino

 

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