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| TEATRO | ZURICH |

Zürcher Theaterspektakel - nuestra selección 2019

— 15.08 bis 01.09.2019

Granma. Metales de Cuba (Kuba  /  Deutschland)

en español, Übertitelungen Deutsch, Englisch — Dokumentartheater

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Stefan Kaegi ist ein Meister des Dokumentartheaters. Basis seiner Arbeit sind intensive Recherchen vor Ort zu einem Thema, das er mit Theaterlaien auf die Bühne bringt. Sein neuester Wurf ist eine generationenübergreifende Tour d’Horizon durch das Kuba von gestern und das Kuba von heute, sechzig Jahre nach der Revolution. Die Gegenwart, das sind vier junge Kubaner*innen: Milagro (24), Geschichtsstudentin, Diana (31), Posaunistin, Christian (24), Programmierer, und Daniel (36), Filmemacher. Sie bringen nicht nur ihren Alltag im heutigen Kuba auf die Bühne, sondern auch ihre Familiengeschichte: Sie sind Enkel von revolutionstreuen Arbeiterinnen, lebenslustigen Orchesterleitern, von Ministern und Angolakämpfern. Raffiniert lässt Kaegi sie in einen Dialog mit den «live» eingespielten Grossmüttern und Grossvätern treten, verschränkt Politisches mit Privatem zu einem lebendigen Stück Utopiegeschichte, das weit mehr erzählt als den Wandel Kubas in den vergangenen sechzig Jahren. (esc) 

NORD
Mo 19.08. 20:30 - 22:30 CHF 43.–/25.– || Publikumgespräch nach der Vorstellung
Di 20.08. 20:30 - 22:30 CHF 43.–/25.– 
Mi 21.08. 19:00 - 21:00 CHF 43.–/25.– 
Do 22.08. 19:00 - 21:00 CHF 43.–/25.–
Dauer: 2 Std., keine Pause

| zts | rimini protokoll |

 

LA RE-SENTIDA, Paisajes para no colorear (Chile)

en español, Übertitelungen Deutsch, Englisch — Theater

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Es ist ein starkes Stück. Ein Stück, das an die Nieren geht und doch Hoffnung macht. Es geht um die Gewalt, die Mädchen angetan wird, physische Gewalt, psychische Gewalt, strukturelle Gewalt. Basis sind Interviews mit über hundert chilenischen Mädchen und jungen Frauen, in denen sie berichten, wie sie mit Gewalt konfrontiert wurden, sei es als Zeugin oder als Opfer. Auf der Bühne werden die realen Fälle von neun Teenagern zwischen 13 und 17 Jahren erzählt, kommentiert und nachgespielt. Hoch emotional, ausgelassen und empfindsam, dann wieder distanziert und scheinbar völlig cool, tun sie das in einer Weise, dass man ihnen zuhören muss, auch wenn man den Inhalt eigentlich nicht wissen möchte. Und genau das ist es, was La Re-Sentida will: Es geht nicht darum, Gewalt dokumentarisch auf die Bühne zu bringen, sondern sie in theatraler Form zu benennen und das Schweigen zu brechen. Die neun Mädchen werden sich dabei nicht mehr aufhalten lassen. (esc)

NORD
Do 15.08. 20:30 - 22:00 CHF 43.–/25.– 
Fr 16.08. 20:30 - 22:00 CHF 43.–/25.– 
Sa 17.08. 20:30 - 22:00 CHF 43.–/25.–
Dauer: 1:30 Std., keine Pause

| zts | la resentida |

 

Fúria (Brasil) - Tanz

Lia Rodriguez - Companhia de Danças

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«Fúria», das neue Stück der charismatischen brasilianischen Choreografin Lia Rodrigues, ist eine Hymne an das Leben. Eine wilde, rohe, atemberaubende Feier des nackten Daseins. Es geht darin um Macht und Gewalt, Themen, die in Brasilien seit der Wahl des ultrarechten Jair Bolsonaro zum Staatspräsidenten noch brisanter geworden sind. Im Maré, einer der härtesten Favelas von Rio de Janeiro, dem Arbeitsmittelpunkt von Rodrigues und ihrer Kompanie, ist Gewalt ohnehin Alltag. Hier ist auch «Fúria» entstanden, ein gewaltiges Tableau vivant beschädigter Menschlichkeit. Szenen von archaischer Wucht wechseln sich ab mit Bildern postapokalyptischer Zerstörung. Die nackten, zuweilen mit bunten Fetzen geschmückten oder mit Farbe beschmierten Körper der Tänzerinnen und Tänzer vereinigen sich zu wilden Horden, feiern Rituale von Triumph und Unterwerfung, böse, verzweifelt – und voller Wut. Ein grossartiger Tanz am Abgrund. (kdi)


SEEBÜHNE
Do 15.08. 21:00 - 22:10 CHF 43.–/25.– 
Fr 16.08. 21:00 - 22:10 CHF 43.–/25.– Publikumgespräch nach der Vorstellung
Sa 17.08. 21:00 - 22:10 CHF 43.–/25.– 
So 18.08. 21:00 - 22:10 CHF 43.–/25.–
Dauer: 1,10 Std,

| zts | lia rodrigues | 

 

Calixto Neto (Brasilien), oh! rage

—  Tanz, Short Piece

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Nominiert für den ZKB Anerkennungspreis und den ZKB Publikumspreis

«oh!rage» kein besseres Wortspiel liesse sich finden für die Soloperformance des exzellenten brasilianischen Tänzers Calixto Neto. Das Erstaunen steckt ebenso drin, wie die Wut und der Sturm. Erstaunen und Wut über die rassistische Art, wie der schwarze Körper in Kunst und Politik, aber auch im Alltag nicht nur in Brasilien repräsentiert und interpretiert wird, Erstaunen und Wut aber auch über die «Unsichtbarkeit» von Minoritäten, ihr Nicht-vorhanden-Sein in der öffentlichen Wahrnehmung, sind Ausgangspunkt und roter Faden seiner Arbeit. Raffiniert spielt Neto in seiner Performance mit Unsichtbarkeit und Repräsentanz, stellt den Körper und das, was er erzählt, infrage, indem er sich immer wieder der Festlegung entzieht. Schwarz? Weiss? Mann? Frau? Mit subversiver Kraft unterläuft Neto die Wahrnehmung und ihre normierten Kriterien, indem er das Publikum im wahrsten Sinne des Wortes hinters Licht führt: Sei es, dass er im Dunklen tanzt oder sich nur im grellen Gegenlicht zeigt, sei es, dass er mit dem Rücken zum Publikum tanzt oder sein Gesicht verhüllt, sei es mit seinem Kostüm, das ebenso Rock ist wie Hose. Auch sein Bewegungsvokabular setzt sich aus den verschiedensten Idiomen zusammen: Maracatu, Vogueing, Krump, Capoeira und Lindy-Hop – Neto tanzt alles wie sein Eigenes und macht «oh!rage» zu einem choreografischen Kleinod mit der Kraft eines reinigenden Gewitters. (esc)

| zts

El jueves 11.07., a las 23h, complearemos nuestra selección con piezas del «Zentralprogramm Bühnen», Strassenkunst, Performances und Konzerte.

 

 

 

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